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Jane V.

28. Oktober 2016

INTERVIEW: PRAKTIKUM BEI BMW IN DER PROZESSBERATUNG

Mein Name ist Christian Scheide und ich bin 24 Jahre alt. Mein Bachelor habe ich an der Friedrich-Schiller Universität in Jena in Wirtschaftswissenschaften gemacht. Direkt im Anschluss habe ich meinen Master in Business Administration an selbiger Hochschule begonnen. Nach dem ersten Jahr ging ich für ein Auslandssemester an die Estonia Business School in Tallinn, um meine Englischkenntnisse auszubauen, eine neue Form des Studierens zu erfahren und viele neue Menschen aus der ganzen Welt dort kennen zu lernen.

Was hat dich zu deinem Praktikum bei BMW motiviert? Wie verlief der Bewerbungsprozess?

Während dieser Zeit wurde mir klar, dass ich das folgende Semester dazu nutzen möchte, um noch einmal praktische Erfahrungen zu sammeln. Da mich die Automobilindustrie als High-End-Industrie sehr interessiert und wir an der Friedrich-Schiller-Universität die Automobilindustrie oftmals als Beispiel hatten, wollte ich mein Praktikum auch in dieser Branche absolvieren. Daraufhin bewarb ich mich bei dem Premiumhersteller BMW im Headquarter in München. Aufgrund des Onlineportals bei BMW bekam ich auf meine Bewerbung im Laufe der nächsten 2 Wochen mehrere Angebote für Praktikumsplätze und führte dort Gespräche mit unterschiedlichsten Bereichen. Im Endeffekt entschied ich mich für ein Praktikum in der Abteilung für Prozessentwicklung, Methoden und wertschöpfendes Produktionssystem der Motorenproduktion, kurz die interne Prozessberatung für die weltweite Motorenproduktion von BMW.

Nachdem ich die feste Zusage aus dem Fachbereich hatte, dauerte es allerdings gut 2 Monate bis ich endlich den Vertrag bekam und in dieser Zeit hörte ich auch nichts mehr von BMW. Dies erschwerte die Wohnungssuche, welche in München ohnehin schon nicht so leicht ist, da noch kein genauer Starttermin feststand.

Wie sind deine ersten Wochen bei BMW verlaufen?

Am ersten Tag bei BMW traf ich mich gegen 8 Uhr mit meinem Betreuer, um gemeinsam den Werksausweis zu organisieren und uns bei einem kurzen Kaffee über die mir vorliegende Zeit zu unterhalten. Im Büro dann angekommen, wurde ich allen Kollegen vorgestellt und erhielt meinen Arbeitsplatz mit eigenen Laptop, Handy und Headset. Gut ausgerüstet wurden mir die wichtigsten Ordner und Einarbeitungsdokumente gezeigt, welche ich in den nächsten Tagen durcharbeitete. Nach 3 Wochen durfte ich mit einer Kollegin nach Steyr ins größte Motorenwerk der BMW Group mitfahren und bekam eine ausführliche Führung, um die Produktionsvorgänge und -abläufe kennen zu lernen. Insgesamt bekam ich während meiner Zeit das Motorenwerk in Steyr, das Motorenwerk in München und die Manufaktur in München zu sehen. Dadurch wurde sehr klar, wie unterschiedlich die Fertigungen doch sind, obwohl viel auf Standardisierung gesetzt wird. Besonders eindrucksvoll war die Manufaktur, in welcher die großen 12-Zylinder-Motoren größtenteils manuell gefertigt werden.

Was waren deine Aufgaben während des Praktikums in der Prozessberatung?  Wie war die Work-Life-Balance in deinem Praktikum?

Meine Aufgaben während des Praktikums waren sehr vielseitig und so bekam ich die Möglichkeit viele Einblicke in unterschiedliche Bereiche zu bekommen. Ein paar größere Aufgaben sind im Folgenden gelistet:

  • Erarbeitung und Umsetzung eines Konzepts zur Standardisierung der Besprechungslandschaft in der Hauptabteilung
  • Eigenverantwortliche Projektplanung und Nachhalten vereinbarter Meilensteine
  • Umsetzung der Projektinhalte von Konzepterstellung über Sofortmaßnahmen bis zur Vorlagenerstellung
  • Projektübergabe in Fachbereich
  • Organisatorische Unterstützung bei Einführung eines agilen Planungsprozesses im Bereich Produktionstechnik Motor
  • Unterstützung bei Vorbereitung und Durchführung von Schulungsmaßnahmen in den Bereichen Logistik, Qualität, Projektmanagement, Produktionsplanung und Gesundheitsmanagement
  • Vorbereitung, Koordination und Nachhalten einer internationalen Workshopreihe zum Thema Wertschöpfendes Produktionssystem.

Über die Work-Life-Balance kann ich mich bei 35 Stunden/Woche nicht beschweren. Natürlich wurde es auch mal mehr, aber in der Regel gab es Möglichkeiten an ruhigeren Tagen auch mal eher zu gehen. Mit den Kollegen gab es auch diverse gemeinsame Events nach der Arbeit, wie z.B. Go-Kart-Rennen, ein Besuch im Kletterwald, mehrere Abende in Burger-Restaurants oder im Biergarten zur Fußball EM.

Was ist dein persönliches Fazit nach dem abgeschlossenen Praktikum bei BMW?

Mein persönliches Fazit zum Praktikum ist, das ich mich sowohl persönlich als auch fachlich sehr gut weiterentwickeln konnte. Auf der persönlichen Ebene wurde ich mit mir bisher unbekannten Situationen konfrontiert und musste mich auch das ein oder andere mal aus meiner persönlichen Komfortzone heraus bewegen, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Fachlich bekam ich neben einigen Schulungen auch einen sehr guten Einblick in die Arbeitsabläufe und Unternehmenskultur eines Weltkonzerns mit Ansprüchen von Premiumqualität durch alle Prozesse hindurch und habe erlebt, wie theoretische Konzepte aus den Vorlesungen im Unternehmen implementiert werden können.

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1 Kommentar

  1. Gerald Hembuche

    Vielen Dank für die tollen Einsichten in dein Praktikum! Ich habe es leider noch nicht zu BMW geschafft, weder als Praktikant noch in einer Festanstellung. Aber deine Einsichten stimmen mich motiviert weiter dran zu bleiben. Ich habe viel im Internet über BMW gelesen und den Bewerbungsprozess. Werde mich umfassend darauf vorbereiten und mich mit Erfahrungsberichten, Company Websites und Kununu, dabego (https://dabego.de/listings/bmw-ag/), glassdoor und so ordentlich einarbeiten. Denke dass ich damit gute Chancen habe auch bei BMW genommen zu werden.

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