Jedes Jahr kommen sie in Scharen, drängen sich auf engem Raum und stillen ihre Grundbedürfnisse nur mit Junkfood, Dixi Toiletten und knallvollen Containerduschen. Bis zu 40 Millionen Menschen [1] jährlich besuchen hierzulande spektakuläre Veranstaltungen der logistischen Superlative und sorgen damit für einen Umsatz von bis zu 600 Millionen Euro. Das ist knapp ein Viertel des Gesamtumsatzes des deutschen Musikmarktes (2,3 Mrd. Euro).

Beweggründe und Ziele einzelner Veranstaltungen könnten dabei nicht unterschiedlicher sein. Vom amerikanischen „Burning Man“, das im Jahre 1986 von Larry Harvey in San Francisco aus Liebeskummer gegründet wurde bis zum „KaZantip“(ca.170.000 Besucher) welches seit 1992 das Ende eines Surfwettbewerbes auf der Krim(Ukraine) einläutet – Festivals sind ein zeitloses Phänomen, das über die Jahrzehnte immer noch mehr Bedeutung gewinnt.

Seit 2007 stieg die Zahl der Besucher, die Musikveranstaltungen regelmäßig besuchen um 5,7% auf nunmehr 4,26 Millionen.

Die Industrie dahinter wächst. Neue Technologien ermöglichen es, immer imposantere, spektakulärere und klangvollere Bühnen zu errichten als in den Jahren zuvor und locken damit immer mehr Besucher an.

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